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ZubehoerFockroller und -Wirbel Sinn und Zweck der Rollfock Korsare sind mit einem einrollbaren Vorsegel ausgestattet. Der Grund dafür ist hauptsächlich, dass das Vorsegel (Genua) recht groß ist und den Mast überlappt. Eine gesetzte Genua stört die Anströmung des Spinnakers, sowohl auf Vorwindkursen als auch allgemein bei sehr leichtem Wind. Daher rollt man die Genua weg, wenn man unter diesen Bedingungen mit Spi segelt. Zudem kann man entgegenkommende Boote besser sehen, wenn die Genua weg ist. Auch das Warten an der Startlinie ist mit gesetzter Genua schwieriger, weil das Boot dann viel schneller abtreibt. Die Möglichkeit, die Genua einzurollen erleichtert nebenher das Ab- und Anlegen im Hafen. Ebenfalls aufrollen sollte man die Genua, wenn das Boot sich in den Wind legen und stehenbleiben soll, etwa nach dem Kentern und Wiederaufrichten, wenn noch nicht alle wieder an Bord sind. Mit gesetzter, flatternder Genua hat der Korsar sonst eher die Tendenz, halbwinds von selbst Fahrt aufzunehmen. Modelle Roller mit Trommel Die beliebtesten, aktuell verwendeten Fockroller und -Toppwirbel dürften die von Harken und Bartels sein. Die Harken-Roller haben Kunststoffkugeln als Lager, die von Bartels Stahlkugeln. Wenn man einen Harken-Roller kauft, muss man das hoch belastbare "Hiload" Modell (und als Ersatzteil die entprechenden Kugeln) nehmen. Denn das Standardmodell hält die beim Regattasegeln nötige Riggspannung nicht aus und klemmt dann oder geht kaputt. Vom Bartels-Roller verwendet Mader das allerkleinste Modell, das vom Hersteller nur für eine Vorsegelgröße bis 4m² ausgewiesen wird (die Korsar-Genua hat 6m²). Das eignet sich für den Korsar sehr gut, weil es die Lasten aushält und durch die geringe Größe kaum stört. Bartels baut davon für Mader eine Sonderanfertigung (ich glaube, die Öffnung der Trommel für die Rollerleine geht in eine andere Richtung als sonst), die man bei Mader (www.bootswerft-mader.de) kaufen kann. Endlosroller In den 1980er Jahren wurden vielfach Roller mit umlaufender Leine verwendet, die unter Spannung um die Trommel gelegt ist. Hersteller war meist FTS (Feinwerktechnik Schliersee). Einige Modelle wurden nach dem Ende der Firma FTS wohl von Bartels (www.bartelsgmbh.de) übernommen, eventuell gibt es dort auch Ersatzteile. Roller mit "Ratsche" In den 1970er Jahren konnten die Roller in der Regel unter Deck eingebaut werden, weil die Boote noch kein abgeschottetes Vorschiff hatten. Wie das immer wieder genannte Modell mit "Ratsche" funktioniert, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich glaube auch nicht, dass es dafür noch Ersatzteile gibt. Neue Kugeln für Kugellager Die Kunststoff-Kugeln der Harken-Roller verschleißen nach einigen Jahren. Wenn ein Harken-Roller oder Toppwirbel schwer geht oder klemmt, sollte man ihn nicht wegwerfen, sondern die Kugeln wechseln. Das kann man mit etwas Fingerspitzengefühl leicht selber machen. Für Roller und Toppwirbel benötigt man jeweils ca. 50 Stück ("Hiload"-Kugeln, s.o.). Der Fachhandel kann die Kugeln beim Harken-Importeur Peter Frisch bestellen. Wenn einem die Kugeln sehr teuer erscheinen, sollte man verschiedene Händler fragen, manche verlangen "Apothekenpreise". |