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SchwertkastendichtungWas tue ich, wenn zum Schwertkasten Wasser reinsprudelt?Heikles Thema. Es gibt da eine große Korsarwerft, die im Grunde Spitzenboote herstellt ... aber genau dieses Problem seit Jahren nicht mehr so richtig in den Griff kriegt (früher schon). Ihre Lösung ist, dass sie dir jetzt eine Art Stöpsel zum neuen Boot dazuschenken. Den musst du nicht mal als Aufpreis bezahlen. Ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass Dein Boot gar nicht so alt sein kann Vorbemerkung:Schwertdichtungen sind ein VERSCHLEISSTEIL. Du musst sie nämlich normalerweise alle 2 - 3 Jahre ersetzen, weil sie irgendwann doch knicken oder einreißen. Nun, Lösung 1 (Carsten) - "Gummihammermethode".Der Schwertkasten hat so 26 - 30mm Weite. Du nimmst Styroporplatten (Roofmate, Styrodur, Hersteller Deiner Wahl), bringst sie auf die entsprechende Weite minus 0,5mm und wickelst sie dann mit ein paar Lagen Tape ein (ist sozusagen eine echte Sandwichkonstruktion). Das stopfst du nach dem Ablegen in den Schwertkasten, sobald das Schwert unten ist. Die Form dieses Teils kannst natürlich nur bei halb heruntergelassenem Schwert ermitteln. Ursprünglich wurde das mal erfunden, damit man im Schwertkasten möglichst wenig Wasser mitschleppt, aber heute dient es als profaner Stöpsel. Und es ist eben auch nur ein Provisorium - da man das Schwert auch nach dem Ablegen noch ein wenig bewegen will, füllt es nicht den ganzen verbliebenen Raum aus. Verhindert aber die Fontäne. Also, Lösung 2 (Carsten) - "Lösung der Eleganz".Heute kann man extra Schwertlippenfolie kaufen. Das ist einlagiges Glasfasergewebe mit Kunstharz gebunden, von der Rolle. Man braucht 25mm Breite, auf der Rolle gibts aber nur 50mm - muss man der Länge nach einmal halbieren. Die Dinger werden etwas länger geschnitten und unter halbrunden Alu- oder V2A-Profilen verschraubt. Den Schraubenlöchern spendiert man sinnvollerweise jeweils 2-3 Tropfen Epoxidharz. Vorne und hinten kommt noch ein Querflicken drauf, manche Boote haben auch noch klein Nirostücke, die das abdecken. Wir haben unsere beim Anbringen kaum gespannt (man kann sie nämlich nirgends anfassen), andere empfehlen das. Auf jeden Fall sollen sie sich nicht überlappen. Und wenn du das machst, darf das Schwert an der Achterkante nicht den geringsten Kratzer oder eine Scharte haben: Dann werden sie unweigerlich in den Schwertkasten gezogen, verkanten und knicken und Du kannst wieder von vorne anfangen. Und grade in dem Moment, wo ich diese Antwort fertig habe und nur noch nach diesem Schwertlippenmaterial aus England gugeln will, finde ich folgenden Artikel der schweizerischen Fireballs, wo das alles viel umfassender, ausführlicher und insgesamt überzeugender erklärt wird. http://www.fireball.ch/GAZETTE/4_93/SORGENK.HTM Alternative 1 (Nikki, Burhave)Das leidliche Thema mit den Schwertlippen. Ich möchte hier nur auf Grund meiner Möglichkeiten erzählen wie ich es gemacht habe. Um den Schwertkasten ist ein Falz von 12x4 mm. Habe mir von einem Bekannten 2 V2A Leisten machen lassen, 10x3mm, habe alle 6 cm ein Loch gebohrt. Mein Segelmacher hat aus Liekband und einem Gewebekern 2 stabile Lippen genäht, die ungefähr 2 mm in angeschraubten Zustand überlappen. Nach dem Anschrauben die Kanten etwas beispachteln, und du kannst dein Schiff sogar ohne Probleme auf einen Slipwagen schieben. Ich gebe zu, es mit mit etwas Arbeit verbunden, aber was macht nicht alles für einen Korsar. Alternative 2Gummi, ausgeschnitten aus altem Fahrradschlauch. Leider haben wir hierzu noch keine verläßlichen Testberichte. Alternative 3 (Wolf)Ist ein weng brutal: Aus altem Segel 2 Streifen geschnitten und mit Epoxi aufeinandergeklebt. Hält nun schon 3 Saisons, und kostet fast gar nichts. |